„Der Jugend freiem Drang gehört die Welt.“ – Otto Roquette

In der Offenen Jugendarbeit ist das Thema „Freiräume für die Jugend“ von zentraler Bedeutung. Jugendliche brauchen Platz und Raum. Durch aktive, aufsuchende Jugendarbeit wird dieser Bedarf wahr und ernst genommen.

Dies bezieht sich auf Jugendhäuser oder andere Plätze wie Sportanlagen, aber vor allem auf die Räume, die sich die Jugend selbst sucht und schafft. So treffen sich die Mädchen und Jungen zum Beispiel auf einem Spielplatz oder unter dem Vordach eines öffentlichen Gebäudes.

In der Mobilen Jugendarbeit besuchen die Jugendarbeiter*innen der JKAW genau jene Orte regelmäßig, gehen auf die Jugendlichen in ihrem Lebensraum zu, um Kontakte zu knüpfen, die Bedürfnisse und Anliegen der jungen Generation zu erfahren und diese auch im Sinne des Gemeinwesens zu betrachten. Gemeinsam wird nach Lösungen gesucht, wenn sich beispielsweise Anrainer durch die jugendliche Geräuschkulisse gestört fühlen, Reste eines Treffens im Schulhof liegen geblieben sind oder es nur an Sitzgelegenheiten für die Mädchen und Jungen fehlt.

Es ist das gute Recht der Jugend, Erstarrtes zu bekämpfen und die Pflicht der älteren Generation, Bewährtes zu erhalten. Die ständige geistige Auseinandersetzung zwischen beiden ist der Dünger der Entwicklung.

Gerlinde Nyncke